Noch im Dunkeln klingelte der Wecker: Um 6 Uhr morgens checkten wir aus unserem Hotel in Bangalore aus. Die Straßen der Millionenstadt wirkten zu dieser frühen Stunde fast ungewohnt ruhig, während wir von unserem Fahrer abgeholt und zum Flughafen gebracht wurden. Unser Ziel war der Kempegowda International Airport Bengaluru, etwa 35 Kilometer nördlich der Innenstadt gelegen. Der Flughafen, benannt nach dem Stadtgründer Kempegowda, wurde 2008 eröffnet und zählt heute zu den modernsten Flughäfen Indiens. Besonders beeindruckend ist die Architektur des neuen Terminals, das mit viel Glas, Holz und üppiger Begrünung gestaltet wurde – fast wie ein Garten, der das Reisen angenehmer machen soll.
Unser erster Etappenflug hob pünktlich um 10:30 Uhr ab und brachte uns zunächst nach Dubai. Wie so oft sind es gerade diese Zwischenstopps, die eine Reise zusätzlich bereichern. Man kommt ins Gespräch, tauscht Geschichten aus und bekommt Einblicke in ganz unterschiedliche Lebenswege. So trafen wir einen jungen Mann aus Kerala, der einige Jahre für eine Hilfsorganisation in Sierra Leone gearbeitet hatte und mittlerweile in Malta lebt. Oder eine 25-jährige Münchnerin, die gerade von einer dreimonatigen Solo-Reise durch Nepal zurückkehrte.
In Dubai sollte unser Aufenthalt eigentlich zweieinhalb Stunden dauern. Doch plötzlich ging alles schneller als gedacht: Schon nach etwa eineinhalb Stunden begann das Boarding für den Weiterflug. Kaum saßen wir jedoch im vollbesetzten Flugzeug, hieß es wieder warten. Und warten. Schließlich hoben wir doch erst mehr als eine Stunde später ab als ursprünglich geplant – ein klassischer Fall von „erst schnell, dann Stillstand“.
Mit entsprechender Verspätung landeten wir schließlich gegen 21:45 Uhr in München. Müde, aber voller Erinnerungen. Ein ganz besonderer Dank geht an Matl und Steffi, die uns nicht nur vom Flughafen abgeholt, sondern auch mit einer liebevoll vorbereiteten Brotzeit empfangen haben – ein echter Segen nach fünf Wochen mit leerem Kühlschrank zu Hause.
So endet unsere Reise: mit vielen Geschichten im Gepäck und neuen Perspektiven im Kopf!